Das Schöpfen zwischen -5°C und +250°C

Arpad Dobriban hatte in den achtziger Jahren vor allem bei Nam June Paik (zuletzt als Meisterschüler) an der Düsseldorfer Kunstakademie und in der Kochklasse von Peter Kubelka an der Städelschule in Frankfurt studiert. Seitdem hat er systematisch ein Werk aufgebaut, das sich um zwei Pole gruppiert: zum einen um Filme und Photographien (die sich hauptsächlich darum drehen, ihr jeweiliges Medium zu analysieren und zu reflektieren), zum anderen um Erforschungen und Inszenierungen von Speisen – eine Kritik des Geschmacks.



Im Geschmack bündeln sich Spuren von Handlungen. Wie wir uns die Welt einverleiben, zeigt unser Blick auf die Welt. Kochen als älteste, überlebenswichtige Kulturtechnik des Menschen ist eine Metapher für unseren Umgang mit den Dingen. Der Herd und die Küche sind das eigene Universum, in dem wir, wenn wir es wollen, selbstbestimmt agieren können. Das sind einige der Kernsätze von Arpad Dobriban, mit denen er Fragen zu seiner Arbeit beantwortet.

Was hat ein Kochseminar in der Architekturausbildung zu suchen?

Der Lehrstuhl Darstellen und Gestalten in der Architekturausbildung an der Bergischen Universität Wuppertal betont und untersucht die künstlerische Seite in der Architektur. Er möchte Designer schulen die eigenständig denken und sich besonders den plastischen Möglichkeiten, der Materialität von Architektur und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung widmen. Dabei ist jede Möglichkeit, die klassischen Trampelpfade der Ausbildung zu verlassen, willkommen.

 MILCH-EIER-MEHL 

Alles was Arbeit macht

Herr Dobriban, Ihr Lebensthema ist das Kochen, Zubereiten von Lebensmitteln auf allen Ebenen. Was wollen Sie den Studierenden mit Ihrem Seminar vermitteln?
DOBRIBAN: Ja, was hat Kochen mit Architektur zu tun. Beides bringt etwas
hervor, was wir Menschen brauchen:

abstrakte Überreste

in der Stuttgarter Zeitung  23. Mai 2016

 

Das Fremde und das Eigene

Rosa Luxemburg Stiftung, Brüssel

http://dasfremdeunddaseigene.com/dobriban.mp4 (21.3.2012)

 

WA.de

"Essen an der Ruhr", ein Projekt von Arpad Dobriban
www.wa.de   [22.10.2010]

 

WDR Fernsehen
Interview bei West.art
www.youtube.com   [10.08.2010]

 

WDR 3
Ein Beitrag von Claudia Friedrich in der Sendung Mosaik
Beitrag Claudia Friedrich.mp3   [30.07.2010]

 

Welt am Sonntag
Gerichte mit Geschichte
www.welt.de   [26.06.2010]